Eschelstein ...wenn in einer Brust zwei Herzen schlagen...        Eschelstein ...wenn in einer Brust zwei Herzen schlagen...        Eschelstein ...wenn in einer Brust zwei Herzen schlagen...


1. Internationale deutsche Meisterschaft


Am 02.06.2011 war es soweit und die 1. Internationale deutsche Meisterschaft im Eschelsteiner Cross-Boule konnte ausgetragen werden. Der Ausschreibung folgten acht gemeldete Nationen. Leider musste eine Nation kurzfristig wegen Krankheit die Meldung zurückziehen.

Es stellt sich die Frage: "Warum eigentlich Internationale deutsche Meisterschaft?". Nun, alle Teilnehmer kommen aus Deutschland habe aber alle in irgendeiner Form mit anderen Nationen zu tun. Der Name "Deutsche Europameisterschaft" ist natürlich völliger Blödsinn.

Das Starterfeld teilte sich letztlich wie folgt auf:


Name Bezug zur Nation
Flagge von Finnland Ramon ... ist mit einer (halb) Finnin verheiratet.
Flagge von Wales Simon ... ist halb Waliser.
Flagge von Italien Frank ... macht oft Urlaub in Italien
Flagge von Ungarn Reinhard ... ist halb Ungar.
Flagge von Schottland Günther ... besitz einen Titel und ein Stück Land in Schottland.
Flagge der Schweiz Martin ... fährt in der Schweiz oft Ski.
Flagge von Deutschland Kai ... jemand muss ja auch für Deutschland starten.

Bei einem ausgiebigen Weißwurstfrühstück, bei der auch die Angehörigen der Wettkämpfer anwesend waren, konnten in geselliger Laune bereits die ersten Stärken und Schwächen der Gegner austariert werden. Gut gestärkt durch Wurst und Bier, ging es auf die Wanderung zur "Eschelsteiner Residenz". Mit genügend Wegproviant in der Form von kühlem Hopfenblütentee startet das Teilnehmerfeld zur Wanderung, die gleichzeitig als Erwärmung diente um die kommenden sportlichen Höchstleistungen zu erbringen. Einzig der "Earl of Scotland" konnte wegen der ihm zugeteilten Aufgabe des Versorgungsfahrers nicht an der Erwärmungsphase teilnehmen.
Nach der Ankunft und einer kurzen Stärkung mit einer Hopfenkaltschale wurden durch Zufallsprinzip die Vorrundengruppierungen ermittelt. Hierbei gingen zuerst eine 4er-Gruppe und dann eine 3er-Gruppe auf das zuvor abgesteckte Vorrundengeläuf.

In den drei Durchgängen der Vorrunde wurden nach den Regeln des Eschelsteiner Cross-Boule die Platzierungen für das Halbfinale ermittelt.
Im Einzelnen teilten sich die Ergebnisse wie folgt auf:


4er-Gruppe 3er-Gruppe
Nation Runde 1 Runde 2 Runde 3 Fahnen Nation Runde 1 Runde 2 Runde 3 Fahnen
Flagge von Ungarn 1 0 3 4 Flagge von Italien 7 3 5 15 (13)
Flagge von Finnland 3 4 4 11 Flagge der Schweiz 4 5 1 10 (8)
Flagge von Wales 2 7 4 13 Flagge von Deutschland 3 2 7 12 (10)
Flagge von Schottland 4 1 3 8

Nachdem in den Cervisiapausen der Vorrunde immer wieder neue Kraft getankt wurde, entschied man gemeinschaftlich, dass der 3er-Gruppe 2 Punkte vom Gesamtergebnis abgezogen werden. Durch die Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit eine Fahne zu gewinnen hier etwas höher lag als in der 4er-Gruppe, wurde die Angleichung einstimmig beschlossen. Diese änderte jedoch am Resultat nichts mehr. Der letztplatzierte Starter für Ungarn musste leider ausscheiden und konnte somit nicht am Halbfinale teilnehmen.

Das Halbfinale wurde in einer Großgruppe von 6 Spielern ausgetragen. Somit konnte eine absolute Chancengleichheit gewährleistet werden. Hierbei wurden 2 Halbfinalrunden auf einem neu gesteckten Geläuf gespielt. Die Platzierungen des Halbfinales waren ausschlaggebend für den Einzug in die finale 3er-Gruppe. Vor dem Halbfinale war jedoch erst eine Pause angesagt, in der die Teilnehmer ihr Konzentration neu aufbauen konnten. Neben bernsteingoldenen Brauereierzeugnissen gab es auch leckeres vom Grill. Bezieht man nun das absolut herrliche Kaiserwetter mit ein, ergab sich eine unglaublich gelassene und angenehme Stimmung. Diese heizte sich wieder etwas auf, als die 6 Kontrahenten in das Halbfinale starteten.
Die Halbfinalrunden endeten mit folgenden Ergebnissen:


Nation Runde 1 Runde 2 Fahnen
Flagge von Wales 2 2 4 (4)
Flagge von Italien 1 2 3
Flagge von Finnland 2 4 6
Flagge von Deutschland 4 0 4 (5)
Flagge von Schottland 0 0 0
Flagge der Schweiz 3 4 7

Spieler in Aktion Durch den Punktegleichstand im Halbfinale zwischen Wales und Deutschland musste die Entscheidung in einer Stechfahne herbeigeführt werden. Mit einer unschlagbaren zweiten Kugel konnte sich Deutschland für die Runde der besten Drei qualifizieren.
Für die endgültige Entscheidung wurde nun ein Finalgeläuf abgesteckt. Hier teilten sich die Wettstreiter in ein großes Finale (Spiel um Platz 1-3) und ein kleines Finale. Wiederum einstimmig wurde kurzfristig die "Lucky-Looser-Regelung" beschlossen und somit dem Vertreter von Ungarn die Möglichkeit gegeben sich im kleinen Finale zu beweisen.
Zuerst ging das kleine Finale auf das Geläuf und erspielte in einer einzigen Runde die Platzierungen 4-7. Die Motivation und der Siegeswille konnte seitens der Veranstalter dahingehen erhöht werden, als bekannt wurde, dass der Letztplatzierte als Schmachpreis ein "bleifreies Kraftgetränk" zu sich nehmen muss. In einer hart umkämpften Runde, musste nach 10 gespielten Fahnen der letzte Platz durch eine Stechfahne verhindert werden. In einem packenden Stechen zwischen den Nationen Schottland und Ungarn, ging Schottland als Sieger hervor und konnte die Schmach des Letzten gerade noch verhindern.
Die Teilnehmer des großen Finales beobachteten das Treiben des kleinen Finales genau um eventuell bereits hier einige Tricks zu erhaschen, die ihnen das Finalgeläuf erleichterten. Unter Zuhilfenahme eines obergärigen Beruhigungsmittels verfolgten sie das kleine Finale bis zum Ende welches mit folgendem Ergebnis beendet wurde:


Nation Fahnen Platz
Flagge von Wales 6 4
Flagge von Italien 4 5
Flagge von Schottland 1 (2) 6
Flagge von Ungarn 1 (1) 7

Als die Athleten des kleinen Finales sich mit einem kühlen Blonden versorgt hatten, war es soweit. Das große Finale stand an. Nach einem herrlichen Tag im fairen, sportlichen Wettstreit begaben sich die Kontrahenten auf das finale Geläuf. Deutschland konnte direkt an der ersten Fahne mit einem Doppel die Gegner verunsichern. Die Schweiz konterte jedoch direkt an der 2.Fahne ebenfalls mit einem Doppel. Finnland konnte seinen ersten Punkt erst an der Fahne 4 verbuchen war ab diesem Zeitpunkt jedoch sehr stark unterwegs und ließ ganz am Ende an der Fahne 10 dem Vertreter von Deutschland keine Chance und holte sich den verdienten Gesamtsieg. Im Gegensatz zum kleinen Finale war die Entscheidung des großen Finales bereits nach 10 Fahnen gefallen. Die Plätze 1-3 wurden demnach wie folgt vergeben.


Nation Fahnen Platz
Flagge von Finnland 5 1
Flagge von Deutschland 4 2
Flagge der Schweiz 3 3

Beste Kugel des Turniers In der anschließenden Siegerehrung wurden die Siegerpokale in Gold, Silber und Bronze vergeben. Dem Thema des Tages gerecht, handelte es sich hierbei um kühlen Gerstensaft der badischen Staatsbrauerei Rothaus. Auch der Schmachpreis des Letztplatzierten kam aus dem Hause Rothaus mit der liebevollen "Biergit Kraft" auf dem Etikett. Getreu dem Tagesmotto wurden die Pokale vor Ort geleert. Wobei sich die Begeisterung des Teilnehmers aus Ungarn stark in Grenzen hielt, als er seinen Pokal austrank. Mit den Worten: "Also nochemol muss i des ned hewwe" erklärte er bereits jetzt die Kampfansage für die nächste Internationale Deutsche Meisterschaft im Cross-Boule im Jahr 2012. Trotz der eher bescheidenen Punkteausbeute, konnte dennoch das Lob der "Besten Kugel im Turnier" an den Vertreter von Schottland ausgesprochen werden.
Nach den extremen, sportlichen Leistungen fand der Tag bei isotonischen Sportgetränken und Grillgut seinen Ausklang.

In diesem Sinne, auf zur IDM 2012!