3. Internationale deutsche Meisterschaft
Auch im Jahr 2013 konnte auf der Residenz Eschelstein wieder eine Internationale deutsche Meisterschaft im Eschelsteiner-Cross-Boule" ausgetragen werden.
Wie in den Jahren davor, war es wieder an Christi Himmelfahrt soweit und es konnten am 09.05.2013, rekordverdächtige 15 Teilnehmer auf dem
Geläuf der Residenz Eschelstein begrüßt werden.
Dem Starter für Polen war es leider nicht möglich an der Veranstaltung teilzunehmen, was wir sehr bedauern aber absolut nachvollziehen können.
Aufgrund der neuen Starter musste für den Teilnehmer des letzten Jahres aus der DDR die nationale Zugehörigkeit leicht abgeändert werden.
Somit ging der Starter nicht für die DDR sondern für "Sachsen" an den Start. Mit dieser kleinen Änderung konnte nun
den fünf neuen Startern ihre Nationalitäten zugewiesen werden. Wie in der Ausschreibung bereits gemeldet
startete nun:
Name | Nation | |
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Charlie | Amerika. |
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Rene S. | Ukraine |
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Desiree | Bayern |
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Marcel | Thüringen. |
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Andreas | Tessin (Schweiz) |
Um 9.30 Uhr trafen sich die Wettstreiter auf dem Hofgut Haißer in Eschelbronn. Dort gab es zur Stärkung neben dem traditionellen Dopinggetränk
der badischen Staatsbrauerei Rothaus auch ein zünftiges Weißwurstfrühstück mit Brezeln und Weißbier. Hierzu durften auch zahlreiche Spielerfrauen und
der Nachwuchs begrüßt werden. In lustiger Runde konnten so bereits einige, erste Taktiken und Pläne geschmiedet werden.
Nachdem es am frühem Morgen noch mit dem Wetter so aussah, als würde diese 3. IDM ins Wasser fallen, konnte sich Petrus, pünktlich zum Beginn des Frühstücks,
von seiner besten Seite zeigen und spendete uns einen herrlichen Sonnenschein. Dies veranlasste vereinzelte Spieler sofort den Sportdress zu wechseln und auf
Sommerkleidung umzustellen.
Als alle gestärkt waren, begann die allgemeine Erwärmung mit der mittlerweile schon zugehörigen Wanderung auf die Residenz Eschelstein. Auch bereits traditionell,
übernahm der Starter aus Schottland wieder die administrativen Aufgaben und bereitete die Residenz auf den Einzug der Gladiatoren vor.
Mit dem hissen des Eschelsteiner Residenzwappens konnten dann die Spiele offiziell eröffnet werden. Den neuen Teilnehmern wurden die
Regeln erklärt und es konnte in die Vorrunde gestartet werden.
Parallel zu den beginnenden Wettkämpfen konnten bereits am Vormittag zahlreiche Zuschauer und Gäste begrüßt werden. Unter den Gästen durften wir in diesem Jahr
auch einen Vertreter der lokalen Presse begrüßen. Das Event ist bereits über die Residenz hinaus bekannt und veranlasste den Lokalreporter der Rhein Neckar Zeitung
in diesem Jahr das Event auf der Residenz zu besuchen. Dies freut uns besonders, da es bereits im letzten Jahr schon geplant war, jedoch aus verständlichen Gründen in
das Jahr 2013 verschoben werden musste.
Nach der allgemeinen Einweisung in die Regeln und die Örtlichkeiten der Residenz konnten sich die Gäste auf den Zuschauerrängen einfinden. Die Gruppeneinteilung erfolgte
während sich die Spieler noch einmal dem erlaubten Doping widmeten. Durch die große Anzahl der Spieler wurden in diesem Jahr für die Vorrunde 3 Gruppen a 5
Spieler gebildet.
Durch die Teilnehmer wurde dann der erste Kurs der Vorrunde abgesteckt. In der Vorrunde mussten sich die Spieler durch ihre Leistungen die Plätze im "großen Finale" und
"kleine Finale" sichern. Die fünf schlechtesten Spieler der Vorrunde durften dann zwar nicht mehr um einen der begehrten Pokale spielen. Hier geht es dann vielmehr darum
den Schmachpreis zu verhindern.
Die Aufteilung der Vorrunde staffelte sich wie folgt.
Gruppe 1 | Gruppe 2 | Gruppe 3 | |||||||||||
Nation | Runde 1 | Runde 2 | Fahnen | Nation | Runde 1 | Runde 2 | Fahnen | Nation | Runde 1 | Runde 2 | Fahnen | ||
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4 | 1 | 5 | ![]() |
5 | 2 | 7 | ![]() |
2 | 2 | 4 | ||
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0 | 4 | 4 | ![]() |
1 | 2 | 3 | ![]() |
0 | 1 | 1 | ||
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4 | 2 | 6 | ![]() |
2 | 4 | 6 | ![]() |
0 | 5 | 5 | ||
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1 | 0 | 1 | ![]() |
3 | 0 | 3 (4) | ![]() |
8 | 3 | 11 | ||
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3 | 3 | 6 | ![]() |
0 | 3 | 3 | ![]() |
2 | 0 | 2 |
In der Vorrunde konnten dann alle Spieler spüren, dass das Geläuf auf Grund der vorausgegangenen Regenfälle beeinträchtigt wurde. In der Fachsprache würde man hier
wohl von einem schweren Geläuf reden. Die zum Teil weiche Beschaffenheit des Spielgrundes überraschte einige Teilnehmer, die im vergangenen Jahr noch auf dem vorderen
Plätzen zu finden waren. Genau aber diese sich verändernden Situationen machen den Reiz des Eschelsteiner Cross-Boule aus.
Nur diejenigen, die sich hier schnell anpassen, werden am Ende erfolgreich sein. Nichts desto trotz, konnten einige gesetzte Favoriten nicht ihr ganzes
Potential zum Ausdruck bringen und mussten leider auf den Einzug in das große Finale verzichten. Andere wiederum, die im vergangenen Jahr ein eher schlechtes
Ergebnis vorweisen konnten, fanden in diesem Jahr ihre Form ziemlich schnell und konnten gute Spiele zeigen.
Aus der Vorrunde wurden die Platzierungen für die weiteren Runden vergeben. Die schlechtesten 5 Teilnehmer mussten nun in der Lucky Looser Runde darum kämpfen,
den Schmachpreis an sich vorbeigehen zu lassen.
Für die Runde der letzten 5 ergaben sich folgende Ergebnisse:
Nation | Runde 1 | Runde 2 | Fahnen | Platz |
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0 | 0 | 0 | 15 |
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0 | 1 | 1 | 14 |
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3 | 1 | 4 | 13 |
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3 | 1 | 4 (5) | 12 |
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6 | 8 | 11 | 11 |
Nach der Runde der Lucky Looser stand nun fest, dass der Schmachpreis in diesem Jahr an den Teilnehmer für "Sachsen" geht. Nun konnten die Teilnehmer des kleinen Finale
auf den Kurs gehen und die Plätze ausspielen. Auch hier galt es natürlich den Motivationspreis von sich abzuwenden. Die Mitspieler gingen hoch motiviert auf den bereits
für die Lucky Looser neu angelegten Kurs und gaben ihr Bestes.
Man konnte aber auch schon hier feststellen, dass oft der Gedanke der Mitspieler bei der Stärkung lag die zwischenzeitlich schon in der Vorbereitung auf dem Fleischbrunnen lag.
Neben den fleischlichen Gelüsten auf dem Grillrost konnten die Spieler wie Gäste mit leckeren Salaten und wunderbaren Cupcakes und Muffins zum Kaffee verköstigt werden.
Allen Spenderinnen sei hier der ausdrückliche Dank ausgesprochen.
Nach der Stärkung und Verköstigung, konnten die Entscheidungskämpfe weiter gehen und die endgültigen Platzierungen erkämpft werden.
Der Starter der Ukraine konnte sich im Stechen aus der Vorrunde für das kleine Finale qualifizierten. Nach harten Kämpfen, ergaben sich folgende Ergebnisse und Platzierungen:
Nation | Runde 1 | Runde 2 | Fahnen | Platz |
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2 | 0 | 2 | 10 |
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2 | 1 | 3 | 9 |
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1 | 4 | 5 | 8 |
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3 | 2 | 5 (6) | 7 |
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2 | 5 | 7 | 6 |
Durch diese Ergebnisse stand fest, dass der Motivationspreis in diesem Jahr an Thüringen ging.
Für die Runde des großen Finales musste leider der Starter für Ungarn seine Teilnahme absagen und konnte an den Wettkämpfen nicht mehr teilnehmen. Auf Grund
der in der Vorrunde gezeigten Leistungen wurde ihm dennoch der 5. Platz zugewiesen.
Für die restlichen 4 Starter ging es dann im großen Finale um die glorreichen Platzierungen der Sieger:
Nation | Runde 1 | Runde 2 | Fahnen | Platz |
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0 | 0 | 0 | 5 |
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2 | 2 | 4 | 4 |
![]() |
3 | 2 | 5 | 3 |
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2 | 4 | 6 | 2 |
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5 | 3 | 8 | 1 |
In einem starken, ersten Durchgang konnte sich der Teilnehmer aus Italien bereits ein gutes Polster anlegen. Das er auch in der zweiten Runde souverän
verteidigte. Er verwies somit die drei Mitstreiter auf die Plätze und konnte sich den Sieg sichern. Ihm gelang damit die Sensation des Turniers. Noch
in 2012 musste er als absolut Letztplatzierter den Schmachpreis annehmen. Dies war für ihn offensichtlich Motivation genug um sich 2013 ganz nach vorne
an die Spitze zu kämpfen. Seitens des Veranstalters bleiben hier nur die Glückwünsche, die auszusprechen sind
Bei der Siegerehrung wurden wie bereits Tradition, die Siegerpokale in Gold, Silber und Bronze vergeben. Wie immer dem Thema der IDM folgend handelte es sich hierbei wie auch beim
Schmach- und dem Motivationspreis um kühlen Gerstensaft von Birgit Kraft. Die Siegerpokale wurden natürlich wie auch die Schmachpreise vor Ort geleert. Das Lob für die "Beste
Kugel im Turnier" konnte in diesem Jahr an den Teilnehmer aus Wales vergeben werden. Die durchweg hervorragenden Leistungen des walisischen Kämpfers führten ihn bis in das große
Finale. Letztlich gelang es ihm jedoch nicht den Rückstand aus der ersten Finalrunde auszugleichen was ihm am Ende den zweiten Platz einbrachte.
Auch die im Jahr 2012 eingeführte Stangensau durfte sich in diesem Jahr wieder auf reichlich "Zuwachs" freuen. Die eingerichtete Strafkasse ist für die Spieler, die
versuchen im unfairen Wettstreit die Fahnenstange als Bremse der Kugel zu verwenden. Für jedes direkte Anspielen der Stange muss ein Euro in die Stangensau bezahlt werden.
Kommt es sogar dazu, dass ein Spieler durch das Anspielen die Stange umwirft, so dass sie neu gesteckt werden muss, zahlt er zwei Euro in die Sau. Mit dem Erlös werden künftig
Wettkampfutensilien oder Zubehör für die IDM beschafft. In diesem Jahr waren es 39 Euro in der Stangensau.
Alles in Allem können die Beteiligten, Gäste und der Veranstalter auf eine gelungene IDM 2013 zurückblicken. Die Rückmeldung aller Teilnehmer war durchweg positiv und man darf
sich auf einen neuen Wettkampf in 2014 freuen.
Anmeldungen neuer Teilnehmer werden ab sofort via Kontaktformular entgegengenommen. Weiter Informationen gibt es in der
Ausschreibung zur 4. IDM im Jahr 2014.
In diesem Sinne, auf zur IDM 2014!